Bewohnerveranstaltung „Rassismus und Islamophobie“ – Mo, 11. April 2016
Heiße Diskussionen gab es beim Anwohnerforum im Nachbarschaftstreff am 11. April zum Thema Rassismus und Islamophobie. „Wie prägen Eltern, Schule und Medien eigentlich das Bild, das Jugendliche gegenüber scheinbar fremden Menschen und Gewohnheiten haben? Warum werden Muslime häufig nicht als Teil der deutschen Gesellschaft wahrgenommen? Was macht den religiös begründeten Islamismus für Jugendliche interessant?“, fragten die Einen. „Was ist eigentlich ein Schläfer, was sind Salafisten? Warum schadet es dem Image von allen Muslimen, wenn einzelne unter dem Deckmantel des Islam Straftaten begehen? Und warum sollen sich Jugendliche eigentlich nicht radikalisieren, wenn extreme Ausprägungen des Islams ihren Vorstellungen entsprechen?“, fragen die Anderen. Einigkeit herrschte unter den jungen und älteren Diskussionsteilnehmer*innen aus der Siedlung immerhin darin, dass es unter allen Bewohner*innen-Gruppen der Düttmann-Siedlung Rassismus geben kann, dass unter dem Deckmantel einer Religion immer eine große Bandbreite an Anschauungen und Überzeugungen verbergen und dass jeder einzelne kritisch bleiben und sich auf seine Nachbarn zubewegen sollte. Der Diskussionsabend war Teil einer Veranstaltungsreihe zur neuen Fluchtorganisation, die von Emine Yilmaz (Leitung Nachbarschaftstreff), Cornelius Sutter (Leitung Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtung drehpunkt & GraefeKids) und Bahar Sanli (Gekko Graefe-Kiez /NHU) organisiert wurde. Als Expert*innen waren Ulf Bünermann von der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus sowie Mirjam Gläser und Deniz Kayak von Ufuq e.V. vor Ort.


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