Frank Wegener – Problemlöser, gute Seele, Großvater der Düttmann-Siedlung

FrankOb es um knarrende Türen, klemmende Fenster oder defekte Aufzüge geht, ob irgendwo die Stromstände abgelesen oder die Spülkästen ausgetauscht werden müssen – wenn die  Bewohner*innen der Düttmann-Siedlung, die von der Hausverwaltung vabene betreut werden, technische Fragen oder Probleme haben, können sie ihren Hausmeister Frank Wegener und seinen Kollegen Jörg Kohlschmitt jederzeit per Handy erreichen. Im schlimmsten Fall sind die beiden dann auch innerhalb von einer halben Stunde vor Ort, um sich der Sache anzunehmen oder eine Firma zu beauftragen. Darüber hinaus kümmern sich die Hausmeister auch um Wohnungsübergaben, um die Überwachung der Fernwärme-Heizstationen, die 2009 installiert wurden, und darum, dass Feuerwehr und Polizei permanent Zugang zur Siedlung haben: „Die Tore müssen in Stand gehalten werden, es müssen Schlüssel für die Schlösser vorhanden sein. Die Hauseingänge müssen entsprechend der Brandschutzvorschrift begehbar sein usw. usf.“, erklärt Frank Wegener, der diesen Job inzwischen seit zwölf Jahren macht und anfangs noch allein für die 577 Wohnungen und 40 Hauseingänge zuständig war, bis sein Kollege vor sechs Jahren dazukam. 

„Die Mieter kontaktieren uns per Handy oder sprechen uns auf der Straße an. Natürlich muss ich auch immer mal wieder Aufklärungsarbeit leisten: Wenn die Hausflure voll sind mit dem Unrat, den Kinderwagen, großen Mengen an Hausschuhen oder so, dann ist das natürlich ein Problem. Und manchmal verstehe ich auch nicht, warum das mit der Mülltrennung in der Siedlung so schlecht funktioniert, warum die Leute große Kartons in die blauen Tonnen schmeißen und ihren Sperrmüll einfach in den Kellern oder auf der Straße stehen lassen“, gibt Frank Wegener zu. Dennoch kommt der Hausmeister wunderbar mit den Bewohner*innen der Düttmann-Siedlung zurecht: „Die Leute sprechen gerne mit uns darüber, was wir uns von ihnen wünschen. Nur manchmal hapert es an der Umsetzung.“ Jeden Morgen, versichert der Hausmeister, der eine Dachdecker-Ausbildung absolviert hat und zuvor im Baugewerbe tätig war, dass er gerne zur Arbeit in die Düttmann-Siedlung kommt: „Die Leute akzeptieren mich und meinen Kollegen und sind froh, einen permanenten Ansprechpartner zu haben. Und uns macht es zufrieden, wenn wir den Leuten helfen können.“

Seitdem Frank Wegener in der Düttmann-Siedlung tätig ist, hat sich hier einiges getan: „Anfangs wohnten hier fast nur Menschen türkischer oder arabischer Herkunft. Mit der Modernisierung der Wohnungen im Jahr 2009 wurde dann auf eine bessere Durchmischung der Bewohnerschaft gesetzt, wovon heute letztlich alle profitieren.“ Außerdem haben die Eigentümer vor zehn Jahren mehrere tausend Euro in die Hand genommen, um die Graffiti-besprühten Fliesen der Hausflure zu reinigen, die Fassaden zu erneuern und auch viele Dächer zu sanieren. Doch nicht nur das. In all den Jahren als Hausmeister der Düttmann-Siedlung hat Frank Wegener auch schon viele Menschen kommen und gehen sehen: „Ich gehe ja in die Wohnungen der Menschen und werde auch immer mal wieder auf einen Kaffee oder Tee eingeladen. Dann erzählen mir die Bewohner aus ihrem Leben und aus ihren Familien. Wenn dann jemand stirbt oder wenn Kinder geboren werden,  bewegt mich das sehr“, erzählt er. Ein ganz besonderes Verhältnis hat Frank Wegener zum Beispiel zu Aktan Aus der 47c: Als er anfing, als Hausmeister in der Siedlung zu arbeiten, war  sie gerade einmal zehn Jahre alt. Jetzt ist sie 22 und hat inzwischen selbst einen kleinen Wurm im Kinderwagen. Wenn sie mit ihm in der Siedlung unterwegs ist und wenn ihr dann mal der Hausmeister über den Weg läuft, dann sagt sie freudestrahlend zu ihrem Baby: „Guck mal, da ist Opa Wegener.“