BERICHT: Die Beiträge die nie kamen

Der Friedhof der Artikel

Hier eine Liste aller Beiträge, die ich gerne noch geschrieben hätte. Und auch schreiben werde, sollte der Newsletter doch noch weiter erscheinen.

Berichte

1. Das Geheimnis des Menemens – Türken und Deutsche leben nebeneinander her. Deswegen brauchte ich Jahre, um den Menemen zu entdecken. Eine türkische Eierspeise, die in jedem Lokal leicht anders ist und hervorragend schmeckt. Das wäre ein Auftakt für eine Serie über die türkische Gastronomie, die völlig unterbewertet ist. Einer der besten Menemens aus meiner Sicht kriegt man im Frühstückshaus in der Manfred-von-Richthofen-Str. in Tempelhof. Bin aber dankbar für jeden neuen Tipp.

2. Ramadan in Zeiten von Corona – Einen Artikel über die Bedeutung des Fastenmonats wollte ich immer schon schreiben, aber aus Sicht der Dütti-Bewohner*innen. Und ob und wie Corona diesen beeinflusst.

3. Die Dütti aus Sicht der Jugendlichen – Über sie wurde viel geschrieben, von Ihnen war fast nie etwas im Newsletter. Sehr schade, kein leichtes Unterfangen, aber sicher möglich.

4. Die ersten Mieter*innen – Einige Bewohner*innen waren von Anfang an dabei. Über den Hausmeister habe ich ein paar Mal anfragen lassen, leider kam es nie dazu.


Firmen/Vereine im Viertel

1. Türkiyemspor – Ein sehr alter Fußballverein, von Türken in Berlin gegründet, mittlerweile für alle offen. Auch für Mädchen der Siedlung, darüber wollte ich einen Artikel schreiben. Drehpunkt Mitarbeiterin Annika ist dort auch Trainerin, kennt auch die Mädchen, das hätte das alles noch spannender gemacht.

2. Die evangelische Freikirche – Rechts von der Rentenversicherung, wenn man von der Hasenheide kommt. Mit einem Mitarbeiter habe ich öfter gesprochen, im Wirtshaus Hasenheide. Auch da ging es nie weiter.

3. Bäckerei Albatros – Die Hipster-Bäckerei in der Graefestraße, die es bis in die Süddeutsche Zeitung schaffte, von zwei Dänen und einem Amerikaner gegründet. Der einzige Mitarbeiter der Deutsch spricht ist ein Japaner, der die Sprache einem Italiener aus Turin beibringt. Wie integriert sind eigentlich Hipster und stellt man sich da die Frage?

4. Die Firmenfabrik der Urbanstr. 116 – Direkt gegenüber des Eingangs Urbanstraße gibt es einen Gewerbehof, in dem über 20 kleine Firmen aus dem Bereich Medien, Events, Internet arbeiten. Zwei Parallelwelten in zwei Hinterhöfen links und rechts der Urbanstraße.

5. Pizzas aus Südtirol – Im Gasthaus Figl, direkt am Eingang Urbanstraße der Siedlung, haben Mitglieder einer deutschsprachigen Minderheit in Italien ein Lokal eröffnet. Nach einer Pizza mit Äpfeln hätte ich locker über Zugehörigkeitsgefühl mit den Betreiber*innen geplaudert.


Früher im Viertel

1. Die Mauern des Werners – Die kleinen Sitz-Mäuerchen auf dem Werner-Düttmann-Platz hat ein türkischer Bauunternehmer, der lange in der Siedlung wohnte, Ende der 80er Jahre gespendet. Warum wieso er spendete hätte ich gerne gewusst. Heute lebt er in Österreich, zu einem Interview kam es fast.

2. Haus Bethesda – Das heutige Pflegeheim in der Dieffenbachstraße 40 wurde von Diakonissen aus Wuppertal Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut. Sie gingen nach Berlin Ende des 19. Jahrh. für die Krankenschwester-Ausbildung, auf Grund des damaligen Elends blieben sie. Die letzte Diakonissin starb vor wenigen Monaten. Sie aß allein in einem riesigen, vertäfelten Speisesaal. Heute gehört das Senior*innenheim zur Agaplesion-Gruppe.

3. Der Jugendklub drehpunkt – An der Adresse gab es schon in den 50er Jahren eine Jugendeinrichtung, wurde später geschlossen. In den 90er Jahren leitete Fatma Celik unter dem Dach des NHU den Drehpunkt. Jetzt wurde er aufwändig saniert und eröffnet im Januar 2021.

4. Die Band der Dütti-Siedlung – In den 80ern wohnte eine Band in der Dütti namens The Chad. Sie hatten einen kleinen Synthie-Pop Hit, leider verschwand der Link, den ich mal gefunden hatte, plötzlich vom Internet. Die Spur zum Huxleys Neue Welt, wo sie mal auftraten, habe ich bisher nicht verfolgt.


Porträts

Das würde jetzt zu weit führen. Auf jeden Fall mehr Bewohner*innen, gerne auch in Form eines Podcasts. Vielleicht kommt es ja doch noch dazu…

 

Bild: Der Friedhof auf dem Foto ist in Belgien in der Nähe von Brügge. Dort nennt man Ruhestätten übrigens “Begraafsplatz”.


Aktuelles | Highlights des Monats | Archiv