Früher im Viertel: Genese eines Fördergebiets, Teil IV

Knapp an der Insolvenz vorbei

Rechtlich betrachtet ist die Düttmann-Siedlung ein privates Unternehmen. Rund 350 Personen investierten in den Sozialbau, als Gegenleistung erhielten sie Steuervorteile. Ende der 90er Jahre gab es nicht nur soziale Spannungen, der „Dütti-Firmengruppe“ drohte die Insolvenz. Guido Baranowski, seit 2001 Geschäftsführer der KURA Gesellschaften und damit Eigentümervertreter, erzählt wie man den Kurs von Pleite auf Sanierung umschwenkte. Der letzte Teil der Serie „Genese eines Fördergebiets“ beleuchtet die wirtschaftliche Seite der Siedlung.

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FRÜHER IM VIERTEL: Genese eines Fördergebiets, Teil 3

Frauenmoschee oder Eisdiele?

In 15 Jahren hat das Quartiersmanagement Düttmann-Siedlung viel bewirkt. Es verteilte sechs Millionen Euro Fördergelder und vernetzte in mühseliger Kleinarbeit Behörden, Bewohner*innen, Bildungsakteure und soziale Träger. All das für ein Monster-Vorhaben: Ein ganzes Viertel aus der sozialen Gefahrenzone zu hieven. Ein Rückblick auf 15 Jahre Quartiersmanagement, Ende 2020 wird es abgewickelt. (mehr …)

FRÜHER IM VIERTEL: Genese eines Fördergebiets – Teil 2

Die Wirkung von Schwärmen

Rückblick auf die Anfänge: Im Interview erzählt Angelika Greis wie die zwei Runden Tische der Jahre 2002 und 2005 zur Einrichtung des Quartiersmanagements Düttmann-Siedlung führten. Seitdem leitet sie das QM. Die Protokolle der beiden Versammlungen, an denen über 30 Akteure teilnahmen, zeigen, in welchen langen Zeiträumen soziale Arbeit wirkt und wie herausfordernd es ist, die Mühlen einer vernetzten Herangehensweise zwischen Behörden, sozialen Trägern und Unternehmen zu einer komplexen Problematik in Bewegung zu setzen. Aber auch, was sie bewirken können, wenn sie einmal ins Rollen kommen.

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FRÜHER IM VIERTEL: Die Entstehung des QMs Düttmann-Siedlung

Genese eines Fördergebiets

Mitte der 90er Jahre beklagten Bewohner*innen die desaströsen Zustände in der Düttmann-Siedlung, der damalige Bürgermeister lud zu einem Bürger*innen-Gespräch ein. Damit begann das Engagement der Nachbarschaft und die Gemeinswesenarbeit des NHU, die letztlich zur Einrichtung des Quartiersmanagements führte.

Interview mit dem Geschäftsführer des Nachbarschaftshauses Urbanstr. (NHU), Markus Runge, der die Düttmann-Siedlung seit 1998 kennt und sich kontinuierlich für sie einsetzte. 
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BERICHT: Die Nähwerkstatt des Projekts Mütter Stärken

Nadel und Faden machen stark

In der Nähwerkstatt des Projekts ‘Mütter stärken in der Düttmann-Siedlung’ verlassen für ein paar Stunden pro Woche Frauen ihren Alltag. Über die Wirkung von Fäden, Stoffen und Nadeln auf das Selbstbild.  (mehr …)

FRÜHER IM VIERTEL: Postkarten aus der Gründerzeit

Kreuzbergs Kindheit in S/W

Wo man früher Confitüren und Cigarren kaufen konnte, kann man jetzt zur Kita gehen. Ja, das ist die Jahnstraße  um 1910, in Richtung Hasenheide. Mit einer Lupe kann man das Quartierstmanagement erkennen, oder fast. Auszug aus der Sammlung ‘Kreuzberger Stadtteilgeschichte auf Postkarten’, herausgegeben vom Kreuzberger Chronisten Dieter Kramer. (mehr …)

FRÜHER IM VIERTEL: Beginn der grünen Bewegung in der Hasenheide 1977

Die Alternative von links 

Kurz nach den Bundestagswahlen 2017 steht das Wort ‘Alternative’ stärker als zuvor für rechte Politik. Vor 30 Jahren war es das Gegenteil. Damals entstand die Alternative Liste im Klub ‘Neue Welt’ an der Hasenheide. Das Wahlbündnis vereinte Anti- und Bürger-Bewegungen des brodelnden Berlins, gewann rasch Wahlen und ging später in die Partei Bündnis90/Die Grünen auf.

Zusatz: Christian Ströbele erinnert sich im Interview für den Newsletter des QMs Düttmann-Siedlung an die Anfänge der politischen Bewegung, die nie eine echte Partei werden wollte. Ströbele spielte im Sprung der Alternativen Liste auf Bundesebene eine entscheidende Rolle. Er verdankt ihr seine politische Laufbahn – die auch durch die BVV Tiergarten führte – und die mit der letzten Bundestagswahl endete.

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FRÜHER IM VIERTEL : Der Gasometer in der Fichtestraße

Die vielen Leben des Fichtebunkers

Der untersetzte, dicke Turm mit Glas- und Stahlkonstruktionen auf dem Dach prägt die Fichtestraße. Aber gegenüber der Kinder-Kunst-Werkstatt von KoduKu e.V. steht mehr als ein umfunktioniertes Relikt der Gründerzeit. Der Zeuge Berlins bewegter Geschichte begann 1876 als Gasspeicher, wandelte sich zum Bunker, zur Flüchtlingsunterkunft und zu einer riesigen Speisekammer. Unter anderem. Heute wohnen im obersten Stockwerk Berliner die Hochgärten und viel Himmel schätzen, darunter organisiert der Verein Berliner Unterwelten Touren durch das Bauwerk. Weiter zur historischen Rundreise. (mehr …)