FRÜHER IM VIERTEL : Der Gasometer in der Fichtestraße

Die vielen Leben des Fichtebunkers

Der untersetzte, dicke Turm mit Glas- und Stahlkonstruktionen auf dem Dach prägt die Fichtestraße. Aber gegenüber der Kinder-Kunst-Werkstatt von KoduKu e.V. steht mehr als ein umfunktioniertes Relikt der Gründerzeit. Der Zeuge Berlins bewegter Geschichte begann 1876 als Gasspeicher, wandelte sich zum Bunker, zur Flüchtlingsunterkunft und zu einer riesigen Speisekammer. Unter anderem. Heute wohnen im obersten Stockwerk Berliner die Hochgärten und viel Himmel schätzen, darunter organisiert der Verein Berliner Unterwelten Touren durch das Bauwerk. Weiter zur historischen Rundreise. (mehr …)

FRÜHER IM VIERTEL: Der Landwehrkanal

Die Umgehungstraße für Kähne

Mitte des 19. Jahrhunderts befand König Friedrich Wilhelm IV. Berlin bräuchte einen weiteren Kanal. Die Stadt wuchs schnell, also musste man die zu bebauenden Gebiete erschließen – der Landwehrkanal war geboren. An dem damals viel befahrenen Wasserweg sind heute ein paar der angenehmsten Erholungsgebiete Kreuzbergs. (mehr …)


FRÜHER IM VIERTEL: Wer war eigentlich der Herr Jahn?

Der germanische Gymnast

Auch ohne Abitur kann man es zu was bringen. Friedrich Ludwig Jahn wurde im 19. Jhdt als Turnvater der Nation berühmt. Er brachte den Deutschen die Vorzüge des Sports näher und führte zu einer Flut von Turnvereinen, an der Hasenheide gründete er den ersten Turnplatz des Landes. Porträt eines Propheten eines geeinten Deutschlands, der notorisch Deutschtümelei mit Leibesübungen verband, Namensgeber einer Straße, die heute durch ein Gebiet mit dem höchsten Migrantenanteil Berlins führt.

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FRÜHER IM VIERTEL: Das Ballhaus Resi an der Hasenheide

Wasserspiele, von Kreuzberg bis Las Vegas

Die Hasenheide war nicht immer der Ort fantasieloser Trutzburgen der deutschen Rentenversicherung. Bis in die 70er Jahre gab es dort u.a. den weltberühmten Nachtklub Resi. Tischtelefone förderten das Kennenlernen innerhalb des Lokals, für internationale Bekanntheit sorgte eine eigens fürs Resi entwickelte Erfindung: leuchtende Wasserspiele. Die Firma die daraus in den USA entstand ist immernoch in Familienhand. In der Broschüre der Kiezbewohnerin Elvira Surrmann, “Bilder & Geschichtenn aus Kreuzberg, Alles ist Leben und Tanz”, schildern ehemalige Besucher das einmalige Resi. (mehr …)