Die Werner-Düttmann-Siedlung

Lage und stadträumliche Merkmale

Die Werner-Düttmann-Siedlung ist das kleinste Fördergebiet des Berliner Quartiersmanagements. Eingebettet zwischen Urbanstraße und Hasenheide sowie zwischen Graefestraße und Jahnstraße liegt die Siedlung im südlichen Kreuzberg, im Sozialraum II. Das in sich geschlossene Quartier besteht vornehmlich aus Neubauten des sozialen Wohnungsbaus der 80er Jahre. Stadträumlich existiert eine Abgrenzung zum umliegenden Altbaugebiet des Graefe-Kiezes.

Lageplan Foerdergebiet Quartiersamanagement Duetttmann-Siedlung
Quelle: Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt

Infrastruktur

Im Wohngebiet ist kaum Gewerbe vorhanden. Für Jugendliche von 12-17 Jahren gibt es die Jugendfreizeiteinrichtung drehpunkt in der Urbanstraße 43/44. Im gleichen Haus befinden sich auch das Familienbündnis Graefe Süd und die elhana Lernpaten, sowie die ehrenamtlichen Intitiativen Sticken für Kinder und ein Nähgruppe für Frauen. Im GraefeKids in der Hasenheide 44 finden offene außerschulische Angebote für Kinder im Alter von 8-13 statt. Zusätzlich bietet das Team von Mobil im Kiez Aktionen im öffentlichen Raum an. Nachbarschaftliche Begegnungen finden im Nachbarschaftstreff am zentralen Werner-Düttmann-Platz statt. Dort grenzt auch der Kindertreff an, der offene Angebote für 5-7–Jährige bereithält. Im geförderten Gebiet befinden sich zudem die Kita Hasenheide und der Türkische Frauenverein.

Bewohnerinnen und Bewohner

Im Fördergebiet leben derzeit 3.005 Menschen. Charakteristisch für die Siedlung sind kinderreiche Familien und eine sehr junge Bevölkerungsstruktur. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre machen etwa ein Drittel der Bevölkerung im Quartier aus. Berlinweit liegt der Anteil von Kindern und Jugendlichen an der Gesamtbevölkerung bei knapp 15%.

 

Die Siedlung ist von einer ausgesprochenen kulturellen und sprachlichen Vielfalt geprägt. Ein hoher Anteil aus der Bewohner_innenschaft kommt aus arabisch-sprachigen Ländern, aus der Türkei und Ex-Jugoslawien. Aufgrund unsicherer Aufenthaltstitel, fehlender Anerkennung von Berufsabschlüssen und fehlender Bildungsabschlüsse sind viele Anwohner/innen mit vielfältigen Problemen konfrontiert.