Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept

Das Integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) gibt einen Überblick zum  Stand der Gebietsentwicklung und benennt künftige Handlungsbedarfe im Fördergebiet Düttmann-Siedlung.

Der Entstehungsprozess
Die Inhalte des Handlungskonzeptes werden abgestimmt mit Bewohnervertreter*innen, vor Ort tätigen Partner*innen und dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg (Fachämter, politische Gremien).
Verfasst wird das IHEK vom Quartiersmanagement Düttmann-Siedlung, als Gebietsbeauftragte des Fördergebietes.
Die endgültige Abnahme erfolgt durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen. Das Handlungskonzept wird in einem 2-jährigen Rhythmus fortgeschrieben.

Das Leitbild
Unter dem Motto „Mitten drin statt außen vor“ wird die Vision einer sozialen, nachhaltigen und bewohnergetragenen Entwicklung für die Düttmann-Siedlung entworfen. Die Stärkung von Bewohner*innen-Engagement, die Vernetzung im Kiez und die Schaffung nachhaltiger Strukturen sind wesentliche Eckpunkte des Leitbildes. Das Leitbild finden Sie hier.

Handlungsschwerpunkte 2017 – 2019

Stärkung einer Nachbarschaftskultur der Vielfalt
Die zunehmende soziale Durchmischung im Fördergebiet und im Kiez zeigt soziale Ungleichheit in der Nachbarschaft auf. Es benötigt solidarische Beziehungen, gegenseitige Aufmerksamkeit und Vertrauensbildung, um von einer „Nachbarschaftskultur der Vielfalt“ sprechen zu können. Dialogräume und vielfältige Partizipationsmöglichkeiten, die an den Fähigkeiten und Interessen der Zielgruppen ansetzen, lässt Solidarität und Sozialität im Gemeinwesen entstehen und Vorurteile abbauen.

Die in 2016 umgebauten Nachbarschaftsräume Dütti-Treff & Dütti-Werkstatt sind der Ankerpunkt für Nachbarschaftsarbeit. Im Fokus stehen die Einbindung unterschiedlicher Zielgruppen, die das Gemeinwesen abbilden und der (intergenerative) Dialog zwischen verschiedenen Mieter*innen-Milieus.

Durch aufsuchende Nachbarschaftsarbeit wird eine Ressourcenerweiterung im Gemeinwesen erzielt. Durch das Erleben von Eigeninitiative werden Nachbarschaftspotentiale gestärkt. Der aufsuchende Beteiligungsansatz ist aufgrund der geringen Gebietsgröße erfolgversprechend und erzeugt zusätzlich Synergieeffekte in der Zusammenarbeit der Träger.

Infrastrukturelle Aufwertung der Kinder- und Jugendarbeit
Das im Leitbild des IHEK verankerte Ziel der infrastrukturellen Stärkung der Kinder- und Jugendarbeit wird ab 2018 umgesetzt, indem die KJFE im Fördergebiet saniert und erweitert wird. Eine dezentrale Angebotsstruktur der Kinder- und Jugendarbeit während der Baumaßnahme ist eine Herausforderung, bietet jedoch auch das Potential, das Konzept der Kinder- und Jugendarbeit durch partizipative Ansätze zu flankieren.

Vernetzung der Düttmann-Siedlung mit dem umliegenden Graefekiez
Zwölf Jahre Quartiersmanagement bewirkten eine Imageverbesserung des Fördergebietes durch vielseitige Maßnahmen auf verschiedenen Ebenen. Als integrativer Bestandteil des Graefekiezes wird das Fördergebiet von Anwohner*innen aus dem gründerzeitlichen Altbaugebiet jedoch immer noch nicht wahrgenommen. Dies liegt an der städtebaulichen Struktur, dem halböffentlichen Gelände des Neubaugebietes und den fehlenden sozial-kulturellen Anknüpfungspunkten, die die Bewohnerschaft zusammenführen. Die Anbindung der Trägerrunde Düttmann-Siedlung an das Stadtteilzentrum NHU, die Organisation von Stadtteilfesten auf der Graefestraße und der Aufbau eines Wegeleitsystems sind als Maßnahmen zu nennen, die die Grenze „Urbanstraße“ zwischen Fördergebiet und restlichem Graefekiez überwinden.

An diesen Ansätzen soll durch konkrete Maßnahmen weitergearbeitet werden:
1) Die Stärkung der Öffentlichkeitsarbeit, der im Fördergebiet vorhandenen sozial-kulturellen Träger.
2) Die Einbindung von Gewerbetreibenden aus dem Graefekiez als Ressource für soziale Einrichtungen im Fördergebiet.
3) Die langfristige Verankerung partnerschaftlicher Zusammenarbeit der vor Ort tätigen Träger und Netzwerke (Trägerrunde Düttmann-Siedlung, Bildungsnetzwerk Graefekiez)

Alle genannten Maßnahmen tragen zur Überwindung der sozialen Grenzen zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Milieus im Kiez bei.

 

Das vollständige Handlungskonzept 2017 – 2019 können Sie hier als pdf. Datei herunterladen.

Die Handlungskonzepte der Jahre 2007-2015/17 finden Sie hier:

Integreiertes Handluns- und Entwicklungskonzept 2015/17
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2013/14
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2012
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2011
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2010
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2009
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2008
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2007