Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept

Das integrierte Handlungs- und Entwicklungskonzept (IHEK) gibt einen Überblick zum aktuellen Stand der Gebietsentwicklungen und benennt Herausforderungen, Strategien und Handlungsschwerpunkte der zukünftigen Gebietsentwicklung. Das Handlungskonzept wird vom QM-Team verfasst und gilt jeweils für zwei Jahre. Die Themen und Inhalte des IHEK werden in Abstimmung mit dem Quartiersrat, der Aktionsfondjury, den Trägern im Kiez und dem Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg erarbeitet.

Leitbild für die Düttmann-Siedlung: „Mittendrin statt außen vor“

Bestandteil des aktuellen Handlungskonzepts 2015/2017 ist erstmals auch ein Leitbild für die langfristige Gebietsentwicklung. Unter dem Motto „Mitten drin statt außen vor“ wird hier die Vision einer sozialen, nachhaltigen und bewohnergetragenen Entwicklung für die Düttmann-Siedlung entworfen. Die Stärkung von Bewohnerengagement, die Vernetzung im Kiez und die Schaffung nachhaltiger Strukturen sind wesentliche Eckpunkte des Leitbildes. Das gesamte Leitbild finden Sie hier.

Schwerpunkte 2015/2017

Alle in der Fortschreibung des IHEK benannten Strategien und Lösungsansätze zielen darauf ab, eine langfristige Verankerung angeschobenen Maßnahmen und aufgebauten Strukturen zu erreichen.

Folgende Handlungsstrategien stehen im Vordergrund:

Schaffung von Begegnungs- und Beteiligungsräumen im Quartier zur Stärkung der Nachbarschaft

Maßgebende Rahmenbedingungen der nachbarschaftlichen Interaktion im Fördergebiet sind die geringe Gebietsgröße, die Isoliertheit der Düttmann-Siedlung im umliegenden Graefekiez sowie das Nebeneinander von sozioökonomischen Bevölkerungsschichten und Sprach-Communities im Fördergebiet.

Zur Stärkung der Potentiale aus der Nachbarschaft setzt das Quartiersmanagement richtungsweisende Impulse durch die Finanzierung der Weiterentwicklung von Begegnungs- und Beteiligungsformaten, die Anwohner*innen mit ihren Interessen und Fähigkeiten in die Nachbarschaftsarbeit einbinden und noch nicht erreichte Zielgruppen mobilisieren.

Strategisch stehen die Verankerung des Nachbarschaftstreffs am Werner-Düttmann-Platz und somit auch die Verstetigung der Nachbarschafts- und Gemeinwesenarbeit im Fokus der Gebietsentwicklung.
Durch die Sanierung und Erweiterung der Räume des Nachbarschaftstreffs wird eine langfristige und bedarfsgerechte Nutzung für unterschiedliche nachbarschaftliche Aktivitäten ermöglicht.

Rückenwind erfährt das Vorhaben durch die Mitwirkung und finanzielle Beteiligung der Eigentümer der größten Wohnanlage im Fördergebiet. Ab 2018 soll die Nachbarschaftsarbeit durch den Bezirk (Fachbereich Soziales) finanziert werden.

Die Verstetigung der Nachbarschaftsarbeit trägt maßgebend zum Erhalt der Vielschichtigkeit der im Gebiet lebenden Bewohner*innen und zu einem Miteinander und Füreinander in der Nachbarschaft bei.

Stärkung von Strukturen der Zusammenarbeit und Einbindung der Netzwerke in die strategische Gebietsentwicklung

Zentraler Erfolgsfaktor für eine kontinuierliche Gebietsentwicklung ist eine gefestigte und aufeinander abgestimmte Zusammenarbeit der Akteure vor Ort. Die Stärkung der gewachsenen Netzwerkstrukturen und die Einbindung der Netzwerkpartner in die strategische Gebietsentwicklung hat somit hohe Priorität.

Handlungsansätze, um die gebietsbezogene Netzwerkarbeit langfristig zu sichern sind:
a) Verankerung des Leitbildes „Aktive Nachbarschaft“ mit den Akteuren vor Ort;
b) Erstellung eines Leit- und Orientierungssystems der Institutionen und Angebote im Quartier;
c) Weiterentwicklung einer Netzwerkstruktur für eine strategische Zusammenarbeit der formalen und non-formalen Bildungspartner im Graefe-Kiez.

Langfristige Verankerung der Infrastruktur für Familien-, Kinder- und Jugendarbeit

Vor dem Hintergrund der jungen Bevölkerungsstruktur und der hohen Anzahl sozioökonomisch benachteiligter Familien ist die Stärkung und Sicherung der sozialen Infrastruktur für Familien, Kinder und Jugendliche eine weitere Priorität in der Gebietsentwicklung.

Im IHEK formulierte Handlungserfordernisse in diesem Strategiefeld sind:
a) der Bau eines Familienzentrums in unmittelbarer Nähe zum Fördergebiet
b) der Erhalt und die Ausweitung der pädagogischen Nutzfläche für den drehpunkt
c) die Erweiterung der Kitaplätze
d) Sicherung und Ausbau des elhana Lernpatennetzwerkes.

 

Das vollständige Handlungskonzept 2015/2017 können Sie hier als pdf. Datei herunterladen.

Die Handlungskonzepte der Jahre 2007-2013/14 finden Sie hier:

Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2013/14
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2012
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2011
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2010
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2009
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2008
Integriertes Handlungs- und Entwicklungskonzept 2007