Wo Adventsmärkte entstehen

z-abstimmung

Aktionsfonds-Abstimmung: Auch wenn man zwei Hände hebt hat man nur eine Stimme.

Der Adventsmarkt auf dem Werner Düttmann Platz steht bevor, wir gucken uns an, wie er zu Stande kam: in der Sitzung des Aktionsfonds vom 21.9.16. Einblick in die Kulissen der sozialräumlichen Arbeit des Quartiersmanagements. Der Glaube an den Weihnachtsmann ist durch diesen Beitrag nicht gefährdet.

Ein Abend im Herbst in Kreuzberg. Genau genommen, der offizielle Beginn des Herbstes. Gegen 19 Uhr ist es noch hell, im Büro des Quartiersmanagements blickt man auf die Uhr. Ein paar Gäste werden noch erwartet, der Besprechungstisch ist mit Kaffee, Tee und Keksen bedeckt. Die Runde die sich an diesem Abend trifft entscheidet über Geld – oder zu welchen Projekten die Mittel aus dem Topf „Aktionsfonds“ fließen. Er ist für Projekte gedacht, welche die Nachbarschaft aktivieren, auf Deutsch, die Leute zusammenkommen lassen. Die Entscheider sind Bewohner des Gebietes, die Mitarbeiter des QMs haben die Vobereitungsarbeiten übernommen: Aufruf zu Vorschlägen, Prüfung derselben, Einladung der Vorschlagenden. Jetzt ist der erste Gast gekommen, die Runde ist komplett. Aber fangen wir mit dem zweiten Gast an.

z-vorstellung

Eine neue Bewohnerin schlägt vor, Briefkästen vor Werbung zu schützen.

Sie wohnt noch nicht so lang in der Siedlung und findet, dass viel zu viel Werbung in den Briefkästen landet. Sie nimmt zum ersten Mal an solch einer Sitzung Teil. Sie schlägt eine Maßnahme vor, um die Flut der Prospekte einzudämmen. Es findet Anklang, gleichzeitig beginnt eine Diskussion über Personen, die Prospekte nicht als Belästigung empfinden. Viele Bewohnerinnen mögen das, meint jemand. Aber es sei eine gute Idee. Es wird beschlossen, dass diejenigen, die sich belästigt fühlen, an der Werbestopp-Maßnahme teilnehmen können. Man prüft die Kosten für die Information über die Aktion und die Produktion der Sticker, die Briefkästen vor Prospekten schützen sollen. Die Bewohner stimmen dem Projekt im Prinzip zu und legen einen finanziellen Rahmen vor, die genauen Kosten für die Umsetzung werden noch eingeholt. Man bedankt sich bei der neuen Bewohnerin für Ihren Vorschlag.

z-zuwendung

Keine Angst: Das QM-Team führt sicher durch den Formulardschungel.

Zurück zum ersten Gast. Dieser schlägt einen Weihnachtsmarkt am zentralen Ort der Siedlung vor, dem Düttmann-Platz. Es soll eine Mischung aus Flohmarkt und Weihnachtsmarkt sein. Dadurch kann die Nachbarschaft zusammenkommen, sich kennenlernen, die Siedlung wird belebt. Nebenbei wird dadurch auch die Weihnachtsmannkultur gezeigt, in einer weniger kommerziellen Art, als man es gewohnt ist. Der Vorschlag ist präzise ausgearbeitet, acht Marktstände sollen es werden, mit einem Popcorn- und Zuckerwatte-Automat. Der Nachbarschaftstreff kann ein Glücksrad beisteuern, insgesamt beziffern sich die Kosten auf 937 €. Dem Vorschlag wird zugestimmt. Das Ergebnis sieht man am 9.12.16.

Wer jetzt Lust hat eigene Projekte für die Siedlung und Nachbarschaft vorzuschlagen, kann sich beim Quartiersmanagement melden. Die Aktion wird mit bis zu 1500 € bezuschusst.


Aktuelles | Highlights des Monats